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Volkspark

Gestern habe ich die Sonne in vollen Zügen genossen. Der Park sieht zwar noch reichlich marode aus (und wird am Wochenende vermutlich wieder mit Schnee bespielt). Da habe ich mir lieber gleich ein richtiges Eis gegönnt (Tankstelle). Und Pizza (Dolce Pizza). Und Café (Aux Plaisirs). So ziemlich alles, was man derzeit an einem solch seltenen Sonnen-Nachmittag draussen machen kann…

Oder?

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Mysgah

Regen. Regen, immer nur Regen…
Wie soll ich mich da konzentrieren können?

Es nahm einfach kein Ende. Der Weg, die Berge. Die Wälder grünschwarz. Es regnete aufwärts. Aufwärts! Wie weit musst du gelaufen sein, um im Einerlei der Zeit, Gedanken in Nebel zu verwandeln?
Die Zeit ging schlafen und wachte erst auf, als sich die Äste unter der regen-nassen Last bogen, und aussahen wie die Sichel des Halbmondes der beständig schimmerte. Sein Licht hing über allem und erinnerte mich vom Ton her an eine Schallplatte, die hängen geblieben war und die ich vor langer Zeit einmal hörte.

So ging ich denn weiter. Beständig. Aufopfernd. Und launisch.
Dem Hang entgegen…

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Herta Müller

Dank Kulturzeit habe ich von diesem wunderschönen, neuen Buch erfahren. Es heisst:

Vater telefoniert mit den Fliegen.

Aus Zeitungen aller Art wurden von Ihr dazu Wörter und Bilder ausgeschnitten um danach neu zusammengefügt zu werden. Entstanden sind Reim-und Bildcollagen, die nicht nur wundervoll aussehen. Sie schmecken sich auch inspirierend gut an…

Hör-und Augenproben gibt es hier. Auf der Seite von Lyrikline.

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Soley

Ich dachte immer wie selbstverständlich an meinen Weg.

Frau Holles Zaubergarten trägt Pech. Wo einst die Apfelblüten wehten, glitzern bleierne Totenköpfe und Stimmen kreischen schneidend durch ihr einstiges Reich.

Es ist niemand bestimmt und niemand wird der Ungerechtigkeit entgehen.

Die Zeit selbst ist dem Untergang gefolgt, die wir Menschen Ihr stündlich andichten. Stille herrscht, seit das Summen der alten Lieder verschwand. Und nur die Diamanten auf den Säbeln bleiben als Bewahrer einer Erinnerung, die kommen wird, wenn wir
die Freiheit verstanden haben.

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Stern

hallo stern du kleines licht
im dunkelblauen himmel
wo kommst du her
wo willst du hin
bist du noch
oder warst du schon
vor lange langer zeit einmal
ich sehe dich
du schenkst mir trost
du scheinst so
zuversichtlich jede nacht
man wünscht sich doch
dass einer über einen wacht
so ein kleines licht wie du
am firmament der alles kennt
und weiss und viel gesehen hat
bleibst du hier vielleicht
bei mir als freund
und eines tages dann
es ist soweit dann scheinen wir
am firmament zu zweit.

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Wenn eine eine Reise tut…

nimmt sie vielleicht ein Notizbuch mit. Seit geraumer Zeit ist das Notiz-und Tagebuch auch gerne mal ein Weblog. Dies ist meine Reise und ich weiss nicht genau, wohin sie geht. Aber, ich werde berichten. Hin und wieder.

Es spart Papier. Ist öffentlich dafür brummt irgendwo ein Rechner heftig und muss gekühlt werden. Ob das von Vorteil ist, sei dahin gestellt…
Aber, was ist schon von Vorteil heute? Man ist ja froh, wenn man noch weiss wie man heisst. Was nicht heisst, dass man weiss, wer man ist.

Ja, und da ist natürlich die Sache mit dem Dichten. Und der Kunst. Von Rechts nach Links. Später mehr dazu. Irgendwann…