Ylam

Hast du ein Wort für dieses Lächeln, diese weiche Ruhe?
Wie eine kleine, weisse Feder die im Sonnenschein des Morgens in verspielten Bögen auf und ab geweht wird?

06. Mai 2012 von irotaS
Kategorien: Lyrisch Abstrakt, Pantheras Räume | Schlagwörter: , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Okawesto

Mondhände…

Schleier, der Windhauch ein Kuss.
Flattern.
Singen wie Orchideen die ihr Schweigen brechen.
Hast du Flügel?
Ein Raumschiff zu vernichten
oder zwei Jahre Zeit?
Welche Sprache ist genügend?
Ist wortlos nicht die bessere Unterhaltung?

Ich habe schon getanzt, als nichts war.

03. Mai 2012 von irotaS
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Bewegung

24. April 2012 von irotaS
Kategorien: Logbuch, Schaufenster | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Sakarum

Ich laufe mit meiner sturmbewehrten Halskrause über die Wiese, auf der Suche nach dem Zebrastreifen, um über die Welt zu gehen.
Aber, ich kann ihn nicht finden.
So steh‘ ich und warte. Warte.

Immer noch voller Brüllen und im Ausguck der verschmierten Luft. Tränen laufen mir über die Stirn. Sie sind leer. Wüstentränen.
Das Rascheln im Gras ist still und ein rauhes Licht senkt sich über die Halme.

Im Freien fallen, hast du immer gesagt. Du musst im Freien fallen, wenn du auf die andere Seite willst.

Es ist Nacht und ich falle. Aber, ich habe vergessen wohin. Ich habe vergessen anzurufen.
Ich habe vergessen.
Nur der Nussbaum steht noch.
Ich lege meine Rüstung ab. Ich hebe meine Tränen auf, die zu Sandkörnern geworden sind. Sie sind meine Uhr. Eine Sanduhr der Vergangenheit. Ein Strand von ganz weit her.
Doch genug, genug jetzt.

Ich sehe ihn, den Zebrastreifen. Er ist wahr und wahrlich schimmernd. Ein Smaragd unter den Toren und Brücken dieser Welt. Wie ein schwarz-silberner Schatten auf einer dunklen Wiese. Das rauhe Licht der Nacht. Barfuss überquere ich die geschwungenen Linien. Die Sanduhr in der Hand. Es ist heisskalt unter den Sohlen. Die Winde ziehen südwärts. Und ich habe ein Lächeln im Gesicht…

Ja, jetzt weiss ich es, ich weiss es wieder.

18. April 2012 von irotaS
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Am Schreibtisch

17. April 2012 von irotaS
Kategorien: Logbuch, Schaufenster | Schlagwörter: , | Schreibe einen Kommentar

Ostwind

im herzen tobt der trost
ein netz aus blauen tulpen
die augen tränen
im ostwind kalte glut

alles ist vergessen und verschoben
die hände weben
die hoffnung die bleibt
nur hastvoll aufgesogen.

12. April 2012 von irotaS
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Richter

Also, heute Abend dann doch noch. Gerhard Richter in der neuen Nationalgalerie. Ganz ohne anstellen und sonstigen Firlefanz.
Ja, und wie war es jetzt?
Schön natürlich. Beeindruckend. Einsam. Und Traurig.
Ich habe es versucht mit Humor zu nehmen. Und die Tränen für zu Hause auf zu bewahren.

Den Löwen suche ich immer noch. Aber, den Akt auf einer Treppe, den habe ich mit genommen…

 

Gerhard Richter. Panorama
12. Februar – 13. Mai 2012
Neue Nationalgalerie
Kulturforum
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

05. April 2012 von irotaS
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Tingeltangel

Ach was, dachte ich: “Robbie Williams hatte Sex!”

Wer hätte das gedacht? Vermutlich keiner. So eine Überraschung aber auch. Robbie, der alter Schlingel…Und nicht nur das, es hat angeblich auch funktioniert. Ich gratuliere.
Osama bin Laden hatte auch Sex: “Bin Laden zeugte auf der Flucht vier Kinder.” Hat also auch funktioniert. Vier mal. Mindestens. Ein paar Zeilen später wird die Nachrichten-Überschrift doch etwas relativiert:

… wird die Frau darin nicht wörtlich zitiert – sondern ihre Angaben von einem Fahnder wiedergegeben.

So schreibt Spiegel Online. Nun ja, also im Grunde weiss man jetzt mal wieder nichts genaues nichts. Das gilt nämlich auch irgendwie für die restlichen “Aussagen” des Artikels. Verwirrend.

Und sonst? Kate Winslet bekommt Brechreiz, wenn sie den von Celine Dion gesungenen Schmachtfetzen aus Titanic hört. Was anscheinend recht häufig vorkommt. Zum Beispiel, beim Betreten einer Hotelbar, in der sich zufällig ein Pianist aufhält. Der stimmt dann dezent selbigen Titelsong an. Da beides in Kombination recht häufig der Fall sein dürfte (wie viel Tage im Jahr verbringt Kate Winslet wohl in Hotels?), kann man sich das sehr lebendig vorstellen. Und muss ebenfalls (dezent) zur Tüte greifen…

In Kanada trug sich derweil folgendes zu (bzw. wohl schon im November 2011): Ein stark alkoholisierter Mann singt “Bohemian Rhapsody” von Queen, lautstark in einem Polizeiauto. Auf den üblichen Wegen gelangt das Video dann an die üblichen Orte und so auch zu mir. Es geht eben nichts verloren. Sag ich doch. Und im Web sowieso nicht. Bitte schön:

Die Wulffs wollen jetzt Bücher schreiben. Mist, jetzt bin ich doch noch drauf reingefallen. Und zwar ihre Memoiren. Mann ey, haben die noch immer keine vernünftigen Berater? Das ist in ungefähr so klug wie die Nummer von dem Guttenberg damals, mit seiner, was war das noch mal gleich? Ach ja, genau: Internetaktivisten-Beflügeler. Oder hat da jetzt der Maschmeyer das Zepter in der Hand, so Beratermässig? Gott bewahre.
Ich denke die Wulffs sollten auch für eine Weile ins Ausland gehen. Das tut doch gut. So ein wenig Abstand vom Anstand. Also, ich meine mal anständig Abstand halten, vom Heimatland. Um frische Luft zu schnuppern. Vielleicht kann Gerhard ja helfen. Wie wäre es mit Russland? Sein Kumpel Putin lädt die beiden einfach zu sich auf seine Datscha ein. Oder? Und dann vielleicht noch ein Jahr, in irgendeiner leitenden Funktion bei Gazprom. Da findet sich schon was. Danach weiss der Christian auch ganz bestimmt wie das geht. Mit dem Comeback…

Im Kino gibt’s jetzt Schneewittchen. Mit Julia Roberts als böse Stiefmutter-Königin.

… eine ironisch-verspielte Märchen-Caprice.

Das sind doch mal Nachrichten. Ende gut alles gut. Das hält man doch sonst im Kopf nicht aus. Vom ganzen Rest mal abgesehen…

03. April 2012 von irotaS
Kategorien: Aus dem Mus, Logbuch | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

Verloren und Zerronnen

korken auf der brust
du drückst und schiebst
mich hinunter und hinein
fast unbeweglich
wie alte gassen ohne licht
nur nebel-schwarzes stöhnen
dunkle augen keine sicht

wie lang hab ich gelegen
in diesem schwarzen grab
wie lang hab ich gerufen
tag für tag nach dir
nach mir mein herz
hab ich geschrien um mich
mein sterben lang
wie´s kein tier vermag

doch tiere warn´s die
quälten mich und traten
ins gesicht und niemals
gab es gnade hier für
niemand niemals nicht
nicht hier

hier werd ich sterben
morgen früh
am horizont das blut
mein herz verwischt
für immer dein meine liebste
doch nein es führt kein
weg zurück zu dir
es führt kein weg zurück
nur unterm silbermond
mein lächeln immer
bei dir wohnt-

und dann
tragt mich zu grabe.

30. März 2012 von irotaS
Kategorien: Bratfloss Gedichte, Lyrisch Abstrakt | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Rot-Blau-Grün

19. März 2012 von irotaS
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Daisy spricht:

es war einmal ein pinguin
der wusste nicht wohin mit ihm
da kam vorbei ne hübsche maid
und sagte ihm gescheit bescheid:
wohin du gehst mein pinguin
vor DIR kannst du nie jemals fliehn!

der pinguin der wusste das
ein leben ohne trau´n und ver
dass machte ihm auch keinen Spass
vielleicht hilft ihm das basenfasten das?
(ist diese stadt dass grosse übel das?)

er wollte fleissig sein
für sein glücklich sein
wollte bei sich sein
bei sich nur ganz allein

die stadt war grau
der himmel schlau
nur er allein weiss insgeheim
wo dieser pinguin wird glücklich sein
vielleicht ist glück bei sich daheim
und dabei nicht allein zu sein

berlin berlin du graue braut
oh wehe dem der dir vertraut
gehst grausam mit den menschen um
machst selbst das schönste singen krumm
im sommer dann wenn bäume grün
ist dir dein sog vielleicht verziehn….

16. März 2012 von irotaS
Kategorien: Lyrisch Abstrakt, Sammel Taxi Gedichte | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , | Schreibe einen Kommentar

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