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Morah

Ich liebe die Nacht, wenn die Welt und das Leben zu gedeckt werden, um sich auszuruhen. Von den Qualen des Tages.
Alle reden immer vom Licht, wonach wir streben sollen. Doch es wird vergessen, dass es den Schatten braucht, um innezuhalten.

Es war schon spät, die Worte nur leise gesprochen. Doch ich verstand plötzlich, warum es nachtblau heisst.
Warum die Augen so leuchten, wenn sie wirklich sehen dürfen.
Warum Blindheit spärlich Heilung findet.

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Unter Bäumen

mein leben frei gegeben
im kampf verloren und gestorben
nornen weben schweigend
ihre fäden farblos
oft auch rot von blut
die wunden finger ringen
nicht sie gleiten knöchern
im fahlen licht
der müden sterne sicht
nachtblau durchzog’ne
träume
von sorgen voll
im niemandsland der
kriege welten brand
stetig reisst der faden
nicht er bricht sein band und
leben birst zu hauf in
knochen schädel fleisch
willkommen freund
in meinem reich

es ist nacht und tag zugleich
& immerzu bedrohlich still
und hoffst du hoffnungsvoll in träumen
von zukunft unter bäumen
so schaust du schaudernd in mein
angesicht ein hohles bleiches holz
tief hängt der wolkenhimmel
am horizont der atemlosen not

willkommen freund
hier spricht der tod.

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Stern

hallo stern du kleines licht
im dunkelblauen himmel
wo kommst du her
wo willst du hin
bist du noch
oder warst du schon
vor lange langer zeit einmal
ich sehe dich
du schenkst mir trost
du scheinst so
zuversichtlich jede nacht
man wünscht sich doch
dass einer über einen wacht
so ein kleines licht wie du
am firmament der alles kennt
und weiss und viel gesehen hat
bleibst du hier vielleicht
bei mir als freund
und eines tages dann
es ist soweit dann scheinen wir
am firmament zu zweit.